Thema Stadtbus und "Tschau Schtau"

Mit höchsten Tönen wird die "Tschau Schtau"-Kampagne aus den eigenen Reihen der Stadtverwaltung und VZO gelobt. Diese Kampagne sei so toll, dass eine Wiederholung oder besser Folgekampagne in Planung ist.

 

Einverstanden. Die Kampagne wirkt, ist sie doch auch auf fast allen erdenklichen Medien ersichtlich. Da stellt sich die Frage nach den Kosten dieser Kampagne. Sanft wird immer kommuniziert, dass die Stadt Rapperswil-Jona zusammen mit den Verkehrsbetrieben der VZO diese Kampagnen lancierten.

 

Gemäss Aussage der Stadt unterstütze RJ die Kampagne mit CHF 50'000.-. Totalkosten der Kampagne CHF 80'000.-. Die Folgekampagne wird wohl ähnlich viel verschlingen.

 

Dass die Wertschöpfung für diese Kampagne zumeist nicht in RJ erfolgte, ärgert uns von FOX aber weit mehr. Eine solche Kampagne müsste lokal getragen werden, mit einer lokalen Wertschöpfung für Werbefirmen, Grafikfirmen, Druckereien, Reklamespezialisten usw. Es geht nicht an, dass diese Mittel für die Förderung des lokalen Busverkehrs, notabene mit Zielgruppe Bürger und Bürgerin von RJ, vorwiegend eine Wertschöpfung in den Kanton Zürich bringen.

a) die Umsätze sollen damit steigen. Erfolg VZO.

b) Dieser Erfolg wird am Sitz der VZO versteuert, Kt. Zürich

c) sämtliche Marketingmassnahmen werden nach unserer Kenntnis ausserhalb von RJ realisiert.

Ergo: keine Wertschöpfung für lokale Unternehmen

 

Zusätzlich zum lokalen Wertschöpfungselend will die VZO u.a. nun genau diese Firmen abholen, welche keine Aufträge für diese Marketingmassnahmen erhalten haben. Diese Firmen sollen ihre Mitarbeitenden sensibilisieren, den öffentlichen Verkehr vermehrt zu nutzen. Wie gross ist denn da der Anreiz? Umgekehrt wäre es doch ein Genuss, wenn man mit einem Auftrag der VZO beglückt würde und so auch gleich eine Botschaft an die Belegschaft machen könnte.

 

Weiter: Viele Unternehmen befinden sich in den nicht nur ÖV-technisch stiefmütterlich behandelten Industriegebieten Buech und St. Dionys. Der ÖV-Betrieb an diesen Standorten weist seit Jahren massive Mängel auf. Trotz mehrmaligem intervenieren diverser Stellen, konnte der Zustand nur marginal verbessert werden.

 

Der Gipfel und passend zu dieser Anti-RJ-Wertschöpfungs Kampagne ist, dass die Stadtbusse (siehe Bild) mit Zürcher Nummern auf dem Gemeindegebiet RJ fahren. Im Kanton St. Gallen die Aufträge holen, und die Wertschöpfung im Kanton Zürich generieren und versteuern. Die Stadtbusse in RJ sollten zumindest eine SG Nummer tragen.

 

Es ist uns bewusst, dass das Thema schon des Öfteren behandelt wurde, auch im Stadtforum. Trotz öffentlichen Vergabeverfahren, wäre hier etwas Mut und Tatendrang zugunsten der lokalen Wertschöpfung angesagt. Wo ein Wille ein Weg. Auch die VZO müsste ja einsehen, dass diese oben geschilderten Umstände der Bevölkerung und den Unternehmen missfallen könnten und schlicht unschön, unverständlich und nicht sehr nachhaltig sind, zumindest nicht für RJ.

 

Das Votum von FOX ist:

- Die Kampagne ist gut

- Die Kampagne soll eine Fortsetzung finden

- Doch nur mit lokaler Wertschöpfung von lokalen Unternehmen

- Die Stadt und die VZO sollen bei der nächsten Kampagne in diese Richtung wirken

- Die zweite Kampagne könnte eingespart werden zugunsten eines erweiterten Busbetriebes in die Industriegebiete Buech und St. Dionys.

- und die Stadt soll nochmals einen Anlauf nehmen, was die ZH-Nummern angeht.

 

Zuerst muss gesät werden, bevor geerntet wird. Wir sind überzeugt, dass die Saat in die RJ-Wertschöpfungsmaschinerie wunderbare Blüten zeigen würde und alle Partner miteinander Freude am Pflücken hätten.

 

FOX, Oliver Bühler, 31. Mai 2012

 

Bericht Zürichsee Zeitung 2. Juni 2012

 

Kommentar FOX zum Bericht vom 2. Juni 2012 in der Zürichsee Zeitung

FOX hat nie behauptet, dass die Stadt Fehler begangen hat. Dies zum Thema Kritikfähigkeit. Aber die Stadt könnte es besser machen. Von einem lokal denkenden Stadtrat würde ich erwarten, dass an die Vergabe solcher lukrativen Aufträge Rahmenbedingungen zugunsten der lokalen Wirtschaft geknüpft würden.
Das wäre möglich, besser und auch sehr nachhaltig.

 

FOX, Oliver Bühler 6. Juni 2012

 

Eigeninteressen?

Nach dem FOX-Artikel zum Stadtbus sind Stimmen zu hören, welche Eigeninteressen in Zusammenhang mit den im St. Dionys angesiedelten Unternehmen von Oliver Bühler unterwerfen. FOX und Oliver Bühler handeln gemäss Konzept nicht im eigenen Interesse. Das machen die Parteien. Wir sind keine Partei. Die Unternehmen von Oliver Bühler sind nicht angewiesen auf den ÖV, da die Geschäftstätigkeiten speziell in der STARLITE Eventhall in einer Zeit stattfinden, wo ein ÖV an dieser Lage nie erwartet werden kann. Wir fuhren kürzlich durch das Industriegebiet Buech & St. Dionys. Es ist imposant zu sehen, wie viele Menschen in diesem Industriegebiet arbeiten und mit dem Auto unterwegs sind. Für diese Leute gilt es Lösungen in Bezug auf den ÖV zu generieren. Nicht für die Unternehmen von Oliver Bühler.

 

FOX, Oliver Bühler 8. Juni 2012

 

 

 

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